Modellflieger Gruppe Hirschau

Faltbare Drohne fliegt durch Löcher

Schweizer Forscher haben sich vom Flug der Vögel inspirieren lassen. Nun gibt es eine Drohne, die sich im Flug kleiner macht und so durch enge Spalten kommt. 

Faltbare Drohne – Bild: UZH

Ein Team der Universität Zürich hat eine neuartige Drohne entwickelt, die bei Naturkatastrophen Rettungsteams unterstützen kann. Die Drohne kann im Flug ihre Propellerarme einfahren und macht sich dadurch so klein, dass sie durch enge Spalten und Löcher passt, teilte die Universität Zürich am Mittwoch mit.

Drohnen und Roboter werden von Rettungskräften eingesetzt, um eine Überblick zu bekommen oder eingeschlossenen Personen zu finden und könne so den Rettern den Weg zeigen. Dabei müssten sie nicht selten durch einen Riss in der Wand, ein halb offenes Fenster oder ein Gitter ins Innere eines Gebäudes fliegen – was wegen der Größe der Drohnen oft nicht möglich ist, schreibt die Universität. Der neuartige den Quadrokopter mit vier unabhängig drehbaren Propellern bietet dafür eine Lösung. Das Team hat sich von Vögeln inspirieren lassen. Diese legen bei Platzknappheit ihre Flügel in der Luft an. Die Schweizer Drohen klappt sich zusammen, um Ritzen oder kleinere Löcher in der Wand zu passieren. Während des Weiterflugs vergrößert sie sich dann wieder. „Unsere Lösung ist mechanisch gesehen recht einfach. Aber dank der integrierten Wahrnehmungs- und Kontrollsysteme ist unsere Drohne sehr vielseitig und autonom“, sagt Davide Falanga, Die Propeller sind auf mobilen Armen montiert, die sich schwenken lassen. Die Steuerung reguliert in Echtzeit jede neue Position der Arme und passt je nach Schwerpunkt die Propellergeschwindigkeit an.

Laut Mitteilung kann die Drohne sogar Gegenstände transportieren. Entwickelt wurde der Quadrokopter von Forschern der Robotics and Perception Group an der Universität Zürich und des Laboratory of Intelligent Systems an der EPFL – beide sind Teil des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) Robotik. Die Drohne soll so weiterentwickeln werden, dass sie sich in alle drei Dimensionen zusammenfalten kann. Verbesserte Algorithmen sollen sie vollständig autonom machen.

Quelle: Onetz, 12.12.2018

Facebook gibt eigene Internet-Drohne auf

Unter dem Namen Aquila arbeitete Facebook seit 2014 an einer autonomen Drohne, die entlegene Erdteile monatelang aus der Luft mit Internet-Anbindung versorgen sollte.
Nachdem Konkurrent Google ein ähnliches Projekt bereits aufgegeben hatte, streicht nun auch Facebook die Segel. In einem Blog Post erklärte das Unternehmen, inzwischen würden auch große Firmen aus der Luftfahrtbranche an solchen Technologien arbeiten. Man wollte deshalb künftig lieber mit Partnern wie Airbus kooperieren.

 

Quelle: faz.net
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/auch-facebook-gibt-projekt-fuer-internet-drohne-auf-15661945.html

EU-Parlament beschließt Sicherheitsauflagen für Drohnen

Das Europaparlament vereinheitlicht die Regeln für Drohnen in der gesamten Europäischen Union. 

 

Drohnen und ihre Piloten müssen in der EU künftig registriert werden. Entsprechenden Sicherheitsauflagen stimmte das Europaparlament am Dienstag in Straßburg zu. Demnach werden die Vorschriften für Drohnen und Drohnenbetreiber EU-weit vereinheitlicht. Für Drohnen mit weniger als 150 Kilogramm Gewicht sind bislang die einzelnen EU-Staaten zuständig.

„Drohnen bergen große Chancen, etwa beim Versand oder der Luftaufklärung bei Katastrophen und Unfällen, aber natürlich auch Risiken für Sicherheit, Privatsphäre und Umwelt“ sagte die SPD-Europaabgeordnete Gabriele Preuß. „Deshalb können wir die Luftfahrzeuge nicht einfach ungeregelt durch die Gegend fliegen lassen.“

Die neuen Regeln sehen unter anderem vor, dass einige Drohnenbetreiber künftig ein Training absolvieren müssen, bevor sie ihr Gerät fliegen lassen dürfen. Außerdem müssen Sie sicherstellen, dass sich ihre Drohne in ausreichender Entfernung zu anderen Objekten im Luftraum befindet. Für einige Drohnen werden zudem zusätzliche Funktionen wie automatische Landesysteme Pflicht.

Zuständig für die Ausarbeitung der Vorschriften ist nun die EU-Kommission. Sie bestimmt unter anderem, welche Drohnen zertifiziert werden müssen. Außerdem legt sie fest, für welche Drohnen Flughöhenbeschränkungen oder Verbote fürs Überfliegen bestimmter Gebiete gelten.

Quelle: futurezone.at  vom 12.06.2018

Drohnen und Multicopter

Der DMFV hat eine Internetseite entwickelt, die die rechtskonforme Nutzung von Drohnen und Multicopter darstellt. Unter www.copter.aero können sich die Copterpiloten über die gesetzlichen Erfordernisse informieren und gleich handeln: die notwendige Versicherung abschließen, eine Kennzeichnung bestellen, die zuständige Luftfahrtbehörde selektieren oder in Kürze den Kenntnisnachweis erwerben.